Sport- und Loungewear im Alltag – Stil, Komfort und Lebensgefühl zwischen Zuhause und Toskana
Die Toskana, eine der bekanntesten Regionen Italiens, begeistert mit ihrer malerischen Landschaft, historischen Städten und reichem kulturellen Erbe. Sanfte Hügel, Weinberge und Zypressen prägen das Bild, während Städte wie Florenz, Siena und Pisa mit Kunst, Architektur und Geschichte locken. Ob Renaissance-Meisterwerke, köstliche Weine oder entspannende Thermalbäder – die Toskana bietet für jeden Geschmack etwas.
Hallo liebe Leser von toskana.pro,
neulich haben mir Freunde aus Florenz ein kleines Mitbringsel überreicht. Zwei Dinge, schön verpackt, nichts Aufdringliches. Einfach nett. Drin waren: ein Beutel Cantuccini und eine Flasche Vin Santo.
Klingt erstmal unspektakulär. Aber das ist es nicht. Ganz im Gegenteil.
Cantuccini – oder auch Biscotti di Prato – sind knusprige Mandelkekse, die ursprünglich aus der Gegend rund um Prato (gleich neben Florenz) stammen. Sie sind hart. Wirklich hart. Nichts für lockere Zahnkronen.
Die Basis ist simpel: Mehl, Zucker, Eier, ganze Mandeln. Kein Fett, keine Hefe, kein Gedöns. Der Teig wird zu Rollen geformt, vorgebacken, dann in Scheiben geschnitten und noch einmal gebacken. Daher kommt auch die berühmte Trockenheit.
Manche sagen, Cantuccini seien das italienische Pendant zum Zwieback – nur süßer, mit Mandeln und deutlich sympathischer.
Es gibt natürlich Abwandlungen. Mit Pistazien, Haselnüssen, dunkler Schokolade. Aber das Original bleibt der Klassiker: Mandel-Cantuccini.
Vin Santo (deutsch: „heiliger Wein“) ist ein süßer Dessertwein, meist aus weißen Rebsorten wie Trebbiano oder Malvasia gekeltert. Der Name klingt kirchlicher, als er gemeint ist – obwohl er früher tatsächlich oft für die Messe verwendet wurde.
Was den Vin Santo besonders macht, ist die Herstellung. Die Trauben werden nach der Lese getrocknet – oft monatelang auf Schilfmatten oder in gut belüfteten Räumen. Dadurch konzentriert sich der Zuckergehalt. Danach reift der Wein in kleinen Holzfässern, manchmal über viele Jahre.
Das Ergebnis: Ein goldgelber bis bernsteinfarbener Tropfen, süß, aromatisch, mit Noten von Honig, Nüssen, manchmal auch Feige oder Orange. Und mit ordentlich Alkohol – meist zwischen 14 und 17 Prozent.
Ganz einfach: Weil sie sich gegenseitig ausgleichen.
Die Cantuccini sind trocken und fest, fast schon spröde. Der Vin Santo dagegen ist süß, rund und weich. Tunkt man den Keks kurz in den Wein, wird er mürbe, nimmt etwas Süße auf – und plötzlich ergibt das Ganze richtig Sinn.
In der Toskana ist das kein hipper Foodtrend, sondern schlicht Alltag. Nach dem Essen, beim Plaudern, zum Runterkommen. Cantuccini in Vin Santo zu tunken hat was Meditatives. Und ja, ein kleines bisschen wie in Kakao tunken – nur erwachsener.
Ich habe die beiden an einem Sonntagabend probiert. Kerzenlicht, keine Musik, einfach Ruhe. Ein Keks. Ein Schluck. Und ich dachte nur: Aha. So fühlt sich ein bisschen Florenz im Wohnzimmer an. Kein Spektakel, aber ehrlich gut.
Cantuccini und Vin Santo sind keine spektakulären Delikatessen, die einem mit Goldfolie und Trüffelaroma entgegenschreien. Sie sind bodenständig, traditionell und – wenn man sich drauf einlässt – ziemlich charmant.
Nicht mehr und nicht weniger als ein kleiner Gruß aus der Toskana.
Labels:
Cantuccini, Vin Santo, Toskana, Florenz, Dessertwein, Mandeln, italienische Küche, toskanische Spezialitäten, Süßspeisen, Wein und Gebäck
Meta-Beschreibung:
Was sind Cantuccini und Vin Santo? Entdecke das traditionelle toskanische Duo aus knusprigem Mandelgebäck und süßem Dessertwein – charmant, einfach, echt.
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