Sport- und Loungewear im Alltag – Stil, Komfort und Lebensgefühl zwischen Zuhause und Toskana
Die Toskana, eine der bekanntesten Regionen Italiens, begeistert mit ihrer malerischen Landschaft, historischen Städten und reichem kulturellen Erbe. Sanfte Hügel, Weinberge und Zypressen prägen das Bild, während Städte wie Florenz, Siena und Pisa mit Kunst, Architektur und Geschichte locken. Ob Renaissance-Meisterwerke, köstliche Weine oder entspannende Thermalbäder – die Toskana bietet für jeden Geschmack etwas.
Als überzeugter E-Auto-Fahrerin wollte ich es wissen: Wie gut funktioniert Elektromobilität eigentlich in Italien – genauer gesagt in der malerischen Toskana? Die Region ist bekannt für sanfte Hügel, Zypressenalleen und charmante Dörfer. Aber ist sie auch bereit für nachhaltige Mobilität? Ich habe es getestet – und teile hier meine Erfahrungen, Tipps und ehrliche Einschätzungen.
Kurz gesagt: Ja – aber mit Einschränkungen. In den größeren Städten wie Florenz, Siena, Pisa oder Lucca ist die Ladeinfrastruktur überraschend gut ausgebaut. Man findet sowohl AC-Ladestationen (typischerweise mit 11 oder 22 kW) als auch einige DC-Schnelllader. Besonders praktisch fand ich, dass viele Parkhäuser in den Innenstädten mit Ladesäulen ausgestattet sind – perfekt, um Sightseeing und Aufladen zu verbinden.
In ländlicheren Gegenden wird es allerdings dünner. Zwischen den Weinbergen des Chianti oder auf abgelegenen Landstraßen kann es schon mal spannend werden, wo man die nächste Lademöglichkeit findet. Hier hilft gute Planung – und Geduld.
Bevor ich mich auf den Weg gemacht habe, wollte ich genau wissen: Wo kann ich laden, welche Apps funktionieren, und was kostet das Ganze eigentlich? Hier meine wichtigsten Vorbereitungs-Tipps:
Apps installieren: Ich nutze in Deutschland gerne EnBW mobility+ und Shell Recharge – und beide funktionieren auch in Italien recht gut. Zusätzlich habe ich mir die italienische App JuicePass von Enel X heruntergeladen, da Enel einer der größten Anbieter im Land ist.
Karten checken: Seiten wie goingelectric.de oder die App Chargemap haben mir geholfen, einen Überblick über die Ladepunkte in der Region zu bekommen – inklusive Nutzerbewertungen, Preise und Infos zur Verfügbarkeit.
Ladekarte mitnehmen: Nicht alle Stationen akzeptieren kontaktloses Bezahlen oder jede App. Ich hatte meine ADAC e-Charge Karte dabei – ein echter Lebensretter in der Toskana!
Wenn ich ehrlich bin: Deutschland ist insgesamt noch besser aufgestellt, vor allem wenn’s um die Dichte der Schnelllade-Infrastruktur geht. Hierzulande habe ich das Gefühl, spätestens nach 20 Kilometern kommt irgendwo ein HPC-Lader. In der Toskana hingegen muss man manchmal ganz schön suchen.
Aber: Italien holt auf! Ich habe gemerkt, dass sich in den letzten Jahren viel getan hat. Neue Stationen ploppen auf, viele Hotels bieten Lademöglichkeiten für Gäste an (am besten vorab anrufen und reservieren), und auch Supermärkte wie Coop oder Lidl bauen immer öfter Ladesäulen auf ihren Parkplätzen.
Ein paar Dinge haben mich überrascht – und vielleicht helfen dir meine Learnings weiter:
Italienische Gelassenheit: Manche Ladesäulen sind zugeparkt – und zwar nicht von E-Autos. Gerade in kleineren Orten scheint Elektromobilität noch nicht bei allen angekommen zu sein. Am besten: frühzeitig laden, nicht erst mit 5 % Restakku.
Strompreise: In Italien ist Strom an öffentlichen Säulen oft teurer als in Deutschland. Ich habe zwischen 0,45 € und 0,79 € pro kWh gezahlt. Schnellladen kann deutlich mehr kosten. Also lohnt sich auch mal das Laden über Nacht in der Unterkunft.
Steckertypen: Die gute Nachricht: Typ 2 ist Standard. Mein deutsches Kabel konnte ich überall problemlos verwenden. CCS für Schnelllader ist ebenfalls vorhanden – wenn auch nicht flächendeckend.
Navigation mit Strom im Blick: Ich habe mein Navi auf „nur mit Ladepausen“ gestellt. Tesla-Fahrer*innen haben’s da besonders leicht, aber auch mit einem VW ID.4 oder Hyundai Ioniq 5 funktioniert das gut – solange man die Route vorplant.
Ein absoluter Traum war die Fahrt durch das Val d’Orcia – diese Postkarten-Landschaft ist mit dem leisen Surren des E-Autos nochmal eine Klasse für sich. In Pienza konnte ich an einer öffentlichen AC-Säule in der Nähe des Stadttores laden, während ich durch die mittelalterlichen Gassen geschlendert bin. Und in Montepulciano hat mir ein kleines Familienhotel sogar erlaubt, das Auto kostenlos über Nacht an ihrer Außensteckdose zu laden – italienische Gastfreundschaft at its best.
Definitiv – wenn du bereit bist, ein bisschen zu planen und flexibel zu bleiben. Die Toskana ist nicht (noch nicht) so durchdigitalisiert wie Deutschland, aber dafür entschleunigt sie auf ganz eigene Weise. Und was gibt’s Schöneres, als durch Weinberge zu gleiten, fast lautlos, und dabei den Planeten zu schonen?
Meine 5 Top-Tipps für deine Toskana-Elektroauto-Reise:
Apps & Karten vorab installieren und checken
Ladepausen mit Sightseeing oder Mittagessen kombinieren
Unterkünfte mit Ladeanschluss buchen
Nie unter 20 % Akku fallen lassen – besonders auf dem Land
Notfallkabel & Adapter dabeihaben – für die italienische Improvisation
Ich bin mir sicher: Die Zukunft der Elektromobilität ist auch in Italien angekommen – und sie fährt am liebsten durch die Hügel der Toskana.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen